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Der Sport trauert um Samaranch

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Der Sport trauert um Samaranch

Beitragvon JoeWi » Mittwoch 21. April 2010, 16:30

Quelle: Sport1.de

Der Sport trauert um Samaranch
Einer der gr├Â├čten Sportf├╝hrer ist tot: Juan Antonio Samaranch starb nach Herzversagen. Er machte Olympia zur Profit-Maschine.

Barcelona - Der Sport trauert um Juan Antonio Samaranch. Der Spanier, von 1980 bis 2001 Pr├Ąsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), starb am Mittwoch im Alter von 89 Jahren in einer Klinik in seiner Heimatstadt Barcelona.

Dies teilte das IOC mit. Samaranch war IOC-Vizepr├Ąsident, nachdem der Belgier Jacques Rogge vor neun Jahren die Nachfolge des Katalanen angetreten hatte.

Am Dienstag war der am 17. Juli 1920 in Barcelona geborene Marques de Samaranch (seit 1991) mit akuter Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert worden und befand sich in ernstem Zustand.

Auf einer Stufe mit de Coubertin

"Die Prognosen sind schlecht", sagte ein Sprecher des Barcelona Quiron Hospitals der franz├Âsischen Nachrichtenagentur "AFP". Samaranch wurde zuletzt nur noch von Maschinen am Leben gehalten, galt bereits als klinisch tot.

Der wohl gr├Â├čte Sportf├╝hrer der Modernen neben dem IOC-Gr├╝nder Pierre de Coubertin war seit Jahren gesundheitlich angeschlagen.

Erst im Oktober 2009 war Samaranch in Monaco mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Damals hatten die ├ärzte einen unregelm├Ą├čigen Herzschlag festgestellt.

Erfolglos f├╝r Madrid stark gemacht

2001 wurde er wegen "extremer Ersch├Âpfung" ins Krankenhaus von Lausanne gebracht.

"Ich wei├č, dass ich dem Ende meiner Zeit nah bin. Ich bin schlie├člich 89 Jahre alt", hatte Samaranch im Oktober 2009 noch gesagt, als er sich f├╝r die Olympia-Bewerbung Madrids f├╝r die Sommerspiele 2016 stark gemacht hatte.

Allerdings ohne Erfolg - den Zuschlag hatte bei der IOC-Session in Kopenhagen die brasilianische Metropole Rio de Janeiro erhalten.

"Einen gro├čen Mann verloren"

In einem Nachruf meinte Rogge: "Das IOC ist tief traurig ├╝ber den Tod von Juan Antonio Samaranch." Er sei durch seine "au├čergew├Âhnlichen Visionen" und sein Talent zum Architekten einer starken vereinigten olympischen Bewegung geworden.

"Wir haben einen gro├čen Mann verloren, einen Mentor und Freund, der sein langes erf├╝lltes Leben dem Olympismus verschrieben hat", formulierte Rogge.

Bach lobt konsequentes Modernisieren

IOC-Vize Thomas Bach dr├╝ckte als Pr├Ąsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) seine Trauer aus. "Juan Antonio Samaranch war ├╝ber Jahrzehnte die herausragende F├╝hrungspers├Ânlichkeit des Weltsports."

Er hat die F├╝hrung der Olympischen Bewegung zu einem Zeitpunkt ├╝bernommen, als sie vom Scheitern bedroht war. Er hat sie dann konsequent modernisiert und zu neuen H├Âhen gef├╝hrt", sagte DOSB-Pr├Ąsident Thomas Bach in Berlin.

Kommerzialisierung h├Ąlt Einzug

Samaranch hatte das IOC mehr 21 Jahre lang gepr├Ągt, nur Coubertin (1896-1925) war l├Ąnger im Amt.

Als der Spanier am 16. Juli 1980 das Amt von Lord Killanin ├╝bernommen hatte, befand sich das IOC in finanziell schwierigen Zeiten. Als Spielball der Politik standen die Spiele mit den Boykotts 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles fast vor dem Aus.

Doch Schritt f├╝r Schritt machte der "Herr der Ringe" das IOC zu einem Milliarden-Unternehmen. Unter Samaranch wurden die Olympischen Spiele f├╝r Profisportler ge├Âffnet und die Kommerzialisierung hielt Einzug.

Bestelltes Feld f├╝r Rogge


Samaranch bewies in seiner Amtszeit diplomatisches Geschick, wusste als Krisenmanager zu ├╝berzeugen und b├╝ndelte die Kr├Ąfte der olympischen Bewegung.

So konnte der Grande bei der Stab├╝bergabe 2001 an Jacques Rogge ein bestelltes Feld hinterlassen. Danach wurde er auf Lebenszeit zum IOC-Ehrenpr├Ąsidenten gew├Ąhlt.

Das Olympische Museum in Lausanne tr├Ągt seinen Namen.

1954 ins NOC Spaniens

Samaranch war in seiner aktiven Zeit Eiskunstl├Ąufer und Torh├╝ter der Rollhockey-Nationalmannschaft Spaniens.

Der Katalane wurde 1954 Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees von Spanien. Bei den Olympischen Spielen 1956, 1960 und 1964 betreute er die spanische Olympiamannschaft als Chef de Mission, 1966 wurde er Mitglied im IOC.


RIP
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